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Hans Jürgen Wagner konnte fast alle Aktiven des Westerwaldvereins Bad Marienberg am Samstag Nachmittag zu Kaffee und Kuchen begrüßen. Zwar ist es Tradition, diesen Nachmittag mit einer kleinen Wanderung zu beginnen, aber wie schon so oft in diesem Jahr, verdarben Sturm und Regen die Wanderlaune. So machten wir es uns gleich im weihnachtlich geschmückten Saal des Dorfgemeinschaftshauses gemütlich.


Launige und besinnliche Geschichten wurden vorgetragen während wir uns die leckeren Kuchen, die von unseren Frauen liebevoll gebacken wurden, schmecken ließen.


Walter Wiederstein sorgte mit seiner stimmungsvollen Musik einmal mehr für gute Unterhaltung. Ein besonderer Leckerbissen war das von Hildegard Roth - auf Marmer Platt - selbstgeschriebenen Gedicht, in dem sie das zurückliegende Wanderjahr Revue passieren ließ.


Mit guten Wünschen für die bevorstehenden Festtage verabschiedeten wir uns in der Hoffnung, alle gesund und munter im nächsten Jahr wiederzusehen.



Am Sonntag trafen sich 12 Wanderer im Schloss Friedewald, um mit Förster Martin Kessler auf dem Rundweg um Friedewald zu wandern.


Nach einer kurzen Einführung zum Schloss wanderten wir bei strahlend blauem Himmel und noch kühlen Morgentemperaturen zunächst gen Nordost zum Naturschutzgebiet Schimmerleh zum dortigen Basaltsee.


Weiter führte uns der Weg zur Grafengruft von Graf Alexander von Hachenburg, wo wir den Engel am Eingang zu Gruft und das große Kreuz über der Gruft bewundern konnten. Martin gab uns detaillierte Erläuterungen zum Grabmal.


Wir folgten einem herrlichen Höhenweg mit schöner Sicht über die Landschaft, die uns Martin bei mehreren kurzen Stopps erklärte, vorbei an einer Grillhütte zum "Friedewälder Bäumchen", einer betagten freistehenden Linde.

Sie wurde 1662 erstmals urkundlich erwähnt. Unter ihr tagte in früheren Jahrhunderten das Friedewälder Gericht. Verurteilte wurden von hier zur 1 km nördlich gelegenen Richtstätte "Galgenkopf" gebracht.


Auf leicht abfallendem Weg erreichten wir nach knapp 3 Stunden den Schlosspark und das Schloss Friedewald.

Zum Ausklang kehrten wir in Daaden im Hotel-Restaurant Koch ein und ließen uns nach dieser sehr gelungenen Wanderung das Menü schmecken.

Ein besonderer Dank gilt Martin Kessler, der uns sehr kompetent mit ausführlichen Informationen auf dem schönen Rundweg um Friedewald führte.



Als die 18 Wanderer des WWV Bad Marienbergs das „moderne“ und damit chaotische, elektronische Check-In- und Sicherheits-System – nicht zuletzt dank ihres Reiseleiters Hans Jürgen – erfolgreich gemeistert hatten, ahnten sie noch nicht, welche Abenteuer ihnen mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Rom bevorstanden!

Bei hochsommer-lichen Temperaturen und strahlend blauem Himmel besichtigten wir die Highlights der „Ewigen Stadt“: Spanische Treppe, Trevi-Brunnen und Pantheon standen am ersten Tag auf dem Programm.


Das gute Essen und die angenehme Atmosphäre im Hotel entschädigten uns für die mehr als 30 minütige Verspätung der Buslinie 62, die laut Plan alle 12 min. kommen sollte.


Der 2. Tag stand ganz im Zeichen der Antike: Trajans-Säule, Capitol, Kolosseum und Forum Romanum galt es zu besichtigen.


Alle Teilnehmer waren über unsere grünen Vereins-Shirts glücklich, denn so waren die Reiseleiter auch im dicksten Gewühl zu entdecken!

Nachdem wir uns im Hotel erfrischt und von den Strapazen langer Fußwege erholt hatten, machten wir uns erneut auf, um im Herzen der Stadt zu Abend zu essen. Einmal mehr ließ uns die Linie 62 im Stich – erst als wir uns nach einer Dreiviertel Stunde des Wartens entschlossen, Taxis zu rufen, bog der Bus um die Ecke. Er war dann so voll besetzt, dass sich die Türen kaum schließen ließen! 


Auch der Kauf von Fahrkarten geriet zur Schnitzeljagd, denn der für Touristen bequeme „Roma-Pass“ war nicht verfügbar. Uns wurde gesagt, „jeder Tabacchi-Kiosk verkauft Tickets“, doch in jedem dieser Läden hieß es bedauernd „finito“ und wir wurden zum nächsten Kiosk geschickt. Automaten gab es jedoch nur im Zentrum!

Trotzdem erreichten wir am 3. Tag über die Engelsbrücke, vorbei an der Engelsburg, den Petersplatz, besichtigten den Petersdom und die Vatikanischen Museen mit der Sixtinischen Kapelle.

Ganz unermüdliche marschierten fast 900 Stufen auf die Kuppel des Petersdoms und wurden mit einem herrlichen Blick auf die Stadt belohnt. Im Dom und in den Museen beeindruckten vor allem die Dimensionen. Alles war wesentlich höher, weiter und größer, als wir uns das vorgestellt hatten. Entsprechend geschafft waren wir von den Entfernungen, die wir an diesem Tag zurücklegten.

Zur Rast blieb uns aber keine Zeit, denn einmal mehr steckte unsere Linie 62 im Verkehrs-chaos und wir hatten im Hotel nur noch Zeit, uns schnell frisch zu machen, denn in Trastrevere wurden wir in einem gemütlichen Restaurant zum Abendessen erwartet.

Doch bevor wir uns auf den Weg machten, erreichte uns die Hiobsbotschaft „Busse und Bahnen streiken ab 20 Uhr“! So änderte Hans Jürgen in Windeseile die Fahrtroute und beschloss, zu Fuß die Metro zu erreichen, damit wir möglichst schnell durch die Stadt kamen. Es waren nur 5 Haltestellen – doch als wir aussteigen wollten – schafften dies gerade mal 6 von uns durch die Menge, dann gingen blitzschnell die Türen zu und die Metro fuhr weiter! Das erschrockene Dutzend musste nun an der nächsten Station sein Glück am Ausgang versuchen, um dann im Laufschritt treppauf, treppab wieder zurückfahren zu können. Danach stand einer „römischen Nacht“ unter freiem Himmel bei Musik und Wein nichts mehr im Wege. Da der Streik die ganze Nacht anhielt, bestellten wir 4 Taxis, die auch nur Minuten später eintrafen.

Was wir dann erlebten, glich einem römischen Wagenrennen! Die Fahrer jagten ihre Pferdestärken in einem wahren Höllentempo durchs nächtliche Rom, in dem noch immer starker Autoverkehr herrschte. Die Einen stöhnten „Karl mei Drobbe“ andere riefen erleichtert „Hurra, wir leben noch“ – und alle brauchten noch einen kräftigen Schluck auf dieses Abenteuer!


Den letzten Tag ließen wir mit einem Besuch des Blumenmarktes und einem Bummel durch die engen Gassen Roms, vorbei an der Piazza Navona und einem Besuch der Kirche Santa Maria sopra Minerva ausklingen.

Ein letztes Mal kehrten wir zu Pizza und Pasta ein.

Nach einer kleinen Rast im Hotel machten wir uns am späten Nachmittag auf den Weg zum Flughafen und traten, mit müden Füßen, aber voll mit tollen Eindrücken, den Heimweg an.

Die Gruppe - bedankte sich mit einem "vereins-grünen" Schirm  bei Hans Jürgen und Ingrid, die diese Reise organisiert und geleitet 
haben.