Eine unvergessliche Wanderwoche: Wenn akribische Planung auf die Faszination des Westerwalds trifft
Alles begann vor genau zwei Jahren mit einer unscheinbaren E-Mail, die im Postfach des Westerwaldvereins Bad Marienberg eintraf. Die Anfrage aus Hochdahl im Neandertal war klar, aber ambitioniert: Ob es die Möglichkeit gäbe, eine gemeinsame, mehrtägige Wanderwoche für eine größere Gruppe zu gestalten. Was folgte, war eine logistische und organisatorische Meisterleistung, die von den engagierten Kräften vor Ort im Westerwald in ein echtes Erfolgsmodell verwandelt wurde. Vom 07.09.2026 bis zum 12.09.2026 war es schließlich so weit – und die Mühen eines ganzen Jahres Planungsarbeit zahlten sich auf Schritt und Tritt aus.
Die Herausforderung: Drei Leistungsgruppen, ÖPNV und ein Jahr Vorbereitung
Eine Wanderwoche mit einer großen Gruppe auf die Beine zu stellen, ist das eine. Sie jedoch so zu konzipieren, dass drei unterschiedliche Leistungsgruppen parallel betreut werden – und das konsequent nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln –, verlangt den Organisatoren alles ab.
Knapp ein Jahr Vorbereitungszeit steckte in dem Projekt. Es wurde nicht einfach am Reißbrett geplant: Sämtliche Strecken mussten im Vorfeld von den Verantwortlichen mehrfach vorgelaufen werden, um Passagen auf ihre Machbarkeit, Wegbeschaffenheit und die Anbindung an den Bus- und Bahnverkehr zu prüfen. Es galt, geeignete Wanderführer zu rekrutieren und die Taktung so passgenau zu organisieren, dass alle drei Gruppen reibungslos an ihr Ziel und zurückkamen. Dank dieses enormen Einsatzes stand der finale Wanderplan bereits ein halbes Jahr im Voraus felsenfest. Als charmantes Quartier für die Gäste aus Erkrath diente während dieser Tage die gemütliche Unterkunft Zur Quelle in Nistertal, die den perfekten Ausgangspunkt bot.
Das Wochenprogramm im Detail (07.09.2026 – 12.09.2026)
Montag, 07.09.2026 – Rund um Hachenburg:
Zum Auftakt schnürte die Gruppe die Stiefel für eine geschichtsträchtige und landschaftlich reizvolle Tour rund um die Perle des Westerwalds. Das barocke Hachenburg und seine waldreiche Umgebung boten den optimalen Einstieg.
Dienstag, 08.09.2026 – Industriekultur im Stöffel-Park: Ein echtes Highlight abseits der klassischen Waldwege führte die Wanderer in den Enspel. Der Stöffel-Park beeindruckte mit der Mischung aus Industriegeschichte, Millionen Jahre alter Fossilienfunde und faszinierendem Basalt.
Mittwoch, 09.09.2026 – Kultureller Ausflug nach Limburg: Die Mitte der Woche stand ganz im Zeichen eines Ausflugs an die Lahn. In Limburg an der Lahn genoss die Gruppe nach den ersten Wandertagen eine willkommene Abwechslung beim Schlendern durch die historischen Altstadtgassen und vorbei am imposanten Dom.
Donnerstag, 10.09.2026 – Rund um den Watzenhahner Riesen: Am Donnerstag hieß es wieder Natur pur und Höhenmeter sammeln. Die Erkundung rund um den Watzenhahner Riesen forderte die Waden und belohnte die Wanderer mit herabreichenden Ausblicken.
Freitag, 11.09.2026 – Altenkirchen: Die Etappe führte die Gruppe in den Raum Altenkirchen. Auf idyllischen Pfaden durch die Region zeigte sich der Spätsommer von seiner besten Seite.
Samstag, 12.09.2026 – Rund um Bad Marienberg: Das Finale der sportlichen Woche rund um Bad Marienberg verband noch einmal Frischluftgenuss, tolle Aussichten und das Hochgefühl, die Etappen gemeinsam gemeistert zu haben.
Ein Hoch auf das Ehrenamt und die Wegbegleiter
Den Abschluss der ereignisreichen Woche bildete das gemeinsame Abschlussessen in Nistertal. Bei herzhaften regionalen Speisen wurden Erinnerungen ausgetauscht und bei der feierlichen Überreichung kleiner Präsente und Geschenke viel Dankbarkeit ausgesprochen.
Ein solches Projekt steht und fällt mit dem Ehrenamt – dem unermüdlichen, unbezahlten und leidenschaftlichen Einsatz von Menschen, die ihre Freizeit opfern, um anderen unvergessliche Momente zu bereiten. Der tiefste Dank der Teilnehmer des TSV Hochdahl galt daher den fantastischen Wanderführerinnen und Wanderführern des Westerwaldvereins, die mit ihrer Kompetenz, ihrer Geduld und ihrer Ortskenntnis diesen Erfolg erst möglich gemacht haben:
Christine Grabowsky, Maritta und Udo Pick,
Gaby und Thomas Jettkant
Carlo Schrodt, Armin Wagner,
Werner Schuster, Ulrich Schmack
Mit vielen neuen Freundschaften im Gepäck, tiefen Einblicken in den Westerwald und dem sicheren Gefühl, dass sich der Aufwand der zweijährigen Vor- und Nachbereitung voll gelohnt hat, traten die Hochdahler die Heimreise an.
Der Westerwaldverein Bad Marienberg freut sich auch in Zukunft darauf, Gäste bei Wanderungen und Aktivitäten herzlich willkommen zu heißen. Unser abwechslungsreiches Programm bietet Naturfreunden jederzeit die Gelegenheit, die Schönheit unserer Region gemeinsam zu entdecken. Kommen Sie gerne vorbei und erleben Sie unvergessliche Stunden im Westerwald.
Postweiher
Bei schönem Wetter wanderten 23 gut gelaunte Wanderer gemeinsam rund um den Postweiher. In geselliger Runde genossen wir die Natur, die frische Luft und nette Gespräche entlang des Weges.
Im Anschluss ließen wir den gelungenen Ausflug bei einer gemütlichen Einkehr ausklingen. Bei gutem Essen und Getränken verbrachten wir noch einige schöne Stunden zusammen. Es war wieder eine rundum gelungene Wanderung, die allen Beteiligten viel Freude bereitete.
Wildparkfest
Beim diesjährigen Wildparkfest war auch der Westerwaldverein Bad Marienberg mit einem Info-Stand vertreten.
Schon früh herrschte buntes Treiben am Stand; nicht zuletzt wegen des Glücksrads, (ausgeliehen von der Sparkasse WW-Sieg) das den ganzen Tag nicht stillstand.
Viele Besucher nahmen auch an der „Wildpark-Rallye“ teil. Viel kleine und große Preise wurden an die glücklichen Gewinner verteilt und – wer wollte – konnte seine Kreativität beim Salzteigformen unter Beweis stellen.
Sommerpicknick in Großseifen
In diesem Jahr lud Günter Thiede die Mitglieder des Vereins nach Großseifen in seinen großen Garten zum Sommerpicknick ein. Wer wollte, konnte vorher an einem Rundgang durch Großseifen teilnehmen, bei dem Günter viel über den Ort und seine Geschichte zu berichten wusste. Höhepunkt war der Besuch bei den Eisenbahnfreunden Westerwald.
Hier konnte nicht nur die mit viel Liebe gestaltete Anlage bewundert werden – nein – alle Teilnehmer durften auch eine Runde mit der Modelleisenbahn fahren!
Im Garten angekommen, standen schon kühle Getränke bereit und auch die Mitglieder, die nicht gewandert sind, waren inzwischen eingetroffen. Fleißige Helferinnen hatten inzwischen die mitgebrachten Speisen zu einem bunten Buffet mit den unterschiedlichsten Leckereien aufgebaut.
Natürlich durften auch die köstlichen, selbstgebackenen Kuchen nicht fehlen! So verbrachten rund fünfunddreißig Mitglieder einen schönen Nachmittag in geselliger Runde im Schatten großer, alter Bäume und – wie immer – fanden interessante Gespräche statt. Der Vorsitzende sprach allen Beteiligten und besonders den Helferinnen und Helfern ein herzliches Dankeschön aus!
Auf geschichtlichen Spuren im Hohen Westerwald
Eine 22-köpfige Wandergruppe des Westerwaldvereins erlebte eine geschichtsträchtige Rundtour. Startpunkt war die moderne Straußenfarm Hohensayn, gelegen an der mittelalterlichen Köln-Leipziger Handelsstraße (heute B414).
Weiter ging es zum idyllischen Dorfweiher nach Lautzenbrücken, einem Ort, der bereits seit 1262 besteht. Der Weiher an der Kleinen Nister diente früher der Nutzwasserversorgung und Fischzucht. Von dort führte der Weg zur historischen Grube Eisenkaute.
1770 erstmals urkundlich erwähnt, wurde hier bis zur Stilllegung 1930 unter schweren Bedingungen Eisenerz und Mangan abgebaut – einst eine der wichtigsten Einnahmequellen der Region. Nach der erholsamen Naturrunde kehrten die Wanderer wieder auf der Straußenfarm ein. Bei Kaffee und Kuchen im SchönwetterCafé fand der gelungene Tag zwischen moderner Straußenfarm und historischer Landwirtschaft seinen gemütlichen Ausklang.
Wanderung zum Höllkopf
Eine 15-köpfige Wandergruppe des Westerwaldvereins erlebte jüngst eine geschichtsträchtige Tour durch die heimische Natur. Die Wanderung startete am Höllkopf, der mit 642 Metern höchsten Erhebung im hessischen Westerwald. Die Gruppe erfuhr hier, dass die markante Basaltkuppe einst ein aktiver Vulkanschlot war, auf dem heute der Sender Driedorf thront.
Von dort führte der Weg hinab zum idyllischen Heisterberger Weiher. Dieses Gewässer blickt auf eine lange Tradition zurück: Es wurde bereits im Jahr 1711 künstlich als herrschaftlicher Wasserspeicher und Fischteich für die nassauische Region aufgestaut.
Anschließend tauchten die Wanderer auf dem Waldaubacher Sagenweg tiefer in die Regionalgeschichte ein. An den Stationen des Pfades erwachten alte Mythen über Hexen und Geister zum Leben. Der Ort Waldaubach selbst profitierte historisch stark von seiner Lage, da er seit 1447 an der wichtigen Fernhandelsstraße Leipzig–Köln lag.
Nach den geschichtlichen Impressionen rundete eine gemütliche Einkehr in einer Driedorfer Pizzeria den gelungenen Vereinstag schmackhaft ab.
Abendwanderung am Secker Weiher
Ein milder Sommerabend animierte siebzehn zwei- und drei vierfüßige Wanderfreunde zu einer 7,5 Kilometer weiten Wanderung im Bereich Secker Weiher. Start war am Parkplatz des großen Weihers. Von dort ging es erstmal ein kleines Stück entlang der Straße, dann durch Wald zum „Hasenbahnhof“.
Hier treffen sich – der Sage nach – die Hasen um sich eine „Gute Nacht“ zu wünschen. Nach einer erholsamen Pause führte das Ehepaar Pick die Gruppe in einem Bogen zurück zum Weiher, der idyllisch in der Abendsonne lag. Nach gut zwei Stunden war das Restaurant erreicht und der Abend klang in geselliger Runde aus.
Alle bedankten sich herzlich beim Ehepaar Pick für diese schöne Runde. Sie versprachen, weitere, kurze Wanderungen zu organisieren und durchzuführen, was große Zustimmung fand.
Am deutschen Eck des Westerwaldes
Siebenundzwanzig Wanderer folgten der Einladung des Westerwaldvereins zur 5,6 km langen Tour zum Deutschen Eck des Westerwaldes.
Die Wanderung begann direkt am Café Wilhelmsteg. Die Vorfreude auf die berühmten Waffeln schiebt man am besten erst einmal beiseite, um sich die Belohnung zu verdienen. Den schmalen Pfad folgend taucht man ein in das dichte Blätterdach der Bäume und die urigen Uferzonen.
Bald darauf erreichten wir das Deutsche Eck des Westerwaldes. An diesem romantischen Ort mündet die Kleine Nister in die Große Nister. Das Areal ist ein echter Postkarten-Rastplatz. Zwei Holzstege führen über die jeweiligen Flussarme und verbinden die Ufer.
Der Rückweg führte uns nun flussaufwärts zurück nach Heuzert. Noch ein anstrengender Anstieg zur wunderschönen Ginsterblüte – danach endlich unsere leckere Belohnung.
Ein Tag in Limburg
Mit Fahrgemeinschaften machten sich achtzehn Wanderfreunde auf den Weg nach Limburg.
Hier traf die Gruppe auf den Stadtführer Karl W. Diehl, der nicht nur viel Wissenswertes zur Stadtgeschichte vermittelte, sondern auch die eine oder andere, launige Anekdote zum Besten gab. Wenn auch die meisten Teilnehmenden nicht zum ersten Mal in Limburg waren, entdeckten die meisten doch Neues an den alten – teilweise liebevoll und aufwändig restaurierten – Fachwerkhäusern.
Karl Diel führte die Gruppe durch die alten Gassen und viel zu schnell ging dieser kurzweilige Stadtrundgang zu Ende.
Nach dem Essen in der Altstadt ging es hinunter zur Lahn und zum Anlegesteg des Ausflugschiffes „Wappen von Limburg“. Bei strahlendem Sonnenschein fuhr das Schiff gemächlich flussaufwärts durch die idyllische Flusslandschaft bis zum Ende der schiffbaren Lahn.
Unterwegs machte der Kapitän auf Sehenswürdigkeiten an der Lahn aufmerksam. Manche ließen sich Kaffee und Kuchen schmecken während andere einfach die Natur am Ufer und den Gesang der Vögel genossen. Wieder in Limburg angekommen, stand noch der Besuch des Doms auf dem Plan. Hier war Zeit zum Innehalten, bevor es zurück nach Bad Marienberg ging. Alle waren begeistert von diesem herrlichen Tag und bedankten sich herzlich bei Uli Schmack, der diesen Tag vortrefflich organisiert hatte.
Wanderung am Samstag , 21.03.2026 Rund um Rosbach /WW
Impressionen unser Wanderung :
„Spuren im dunklen Fels-entlang der schwarzen Nister zum Basaltpark in Bad Marienberg“
Nach der Begrüßung durch den DWV-zertifizierten Wanderführer Ulrich Schmack machte sich die Gruppe über den Kurpark auf den Weg auf dem schmalen Pfad entlang der Schwarzen Nister.
Aber woher kommt der Name „Schwarze Nister“?
Antwort: Der 13 km lange Fluss hat eine Färbung: Der Untergrund aus Basaltgestein verleiht dem Flusswasser eine dunkle, fast schwarze Optik.
Bald danach tauchte vor uns, nicht zu übersehen, der um 1907 erbaute Viadukt der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Bad Marienberg und Fehl-Ritzhausen auf.
Entlang des alten Bahnhofs von Bad Marienberg ging es bergauf zum Basaltpark.
Das Geotop Basaltpark ist ein rekultivierter ehemaliger Basaltsteinbruch. Das Freilichtmuseum ermöglicht Einblicke in die Vulkantätigkeit der Region vor etwa 25 Millionen Jahren. Der Park repräsentiert die Geschichte des Basaltabbaus, der in den vergangenen Jahrhunderten eine wichtige wirtschaftliche Rolle für die Bürger in und um Bad Marienberg spielte.
Werner Schuster erläuterte uns die geologischen Vorgänge und die früheren Abbaumethoden.
Rund um den rekultivierten Steinbruch lassen sich die verschiedenen Arten und Kristallisationsformen des Basaltes erkennen. Charakteristisch dafür sind fünf- oder sechseckige Säulen in verschiedenen Stärken und Höhen, die häufig in „Meilerstellung“ sichtbar sind.
Mit vielen Eindrücken führte uns unsere Wanderung durch den Ortsteil Langenbach über den ein oder anderen „Umweg“ zu unserem Ausgangspunkt zurück.
Wanderung zum Alvenslebenstollen und Burglahr
10:00 Uhr Unsere Gruppe: 19 motivierte Wanderer, die gemeinsam die Geschichte der Region erkunden möchten. Wissensdurstig und voller Tatendrang.
Unsere Gästeführerin: Roswitha Fischer, zertifizierte Geo-Lotsin aus Burglahr , erzählt uns auf unserem Weg entlang des alten Bahndamms immer wieder Interessantes und Wissenswertes von der Landschaft, Gebäuden und der harten Arbeit der Bergleute.
Angekommen am Alvenslebenstollen werden wir ausgerüstet mit Helm und Grubenlampen.
Der Alvenslebenstollen liegt versteckt in einem idyllischen Tal als stiller Zeuge des Bergbaus. Einst von Bergleuten mit harter Hand in den Fels getrieben, erzählt er heute von einer Zeit, in der Eisenerzabbau das Leben der Region prägte.
Der Stollen wurde Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt und nach dem preußischen Staatsminister Alvensleben benannt.
Noch heute lässt sich die beeindruckende
Arbeit der Bergleute erahnen: Massive Stützkonstruktionen, handgeschlagene Gänge und das raue Gestein erzählen von einem harten Alltag unter Tage. Mut, Hoffnung und der Wunsch nach einem besseren Leben lassen sich heute noch dort spüren.
Dieser von 1835 bis 1864 erbaute Wasserlösungsstollen der ehemaligen Grube Louise ist für seine beeindruckende Farbigkeit durch Mineralablagerungen wie Malachit bekannt.
Weiter führte uns der Weg zur der kur-kölnischen Burg in Burglahr. Mächtig thront sie über dem Ort und bietet mit ihrem ca. 25 Meter hohen Rundturm einen spektakulären Ausblick.
Zurück am Ausgangspunkt, den Wissensdurst gestillt, genossen wir bei einem leckeren kühlen Getränk und schmackhaften Essen unsere Eindrücke.
Rund um den Dreifelder Weiher, zum Skulpturenpark und zur Burgruine Steinebach
Schon beim Aussteigen aus dem Auto lag dieser typische, schwere Duft von nassem Laub und feuchter Erde in der Luft. Dunkle Wolken hingen tief über dem Westerwald, und ein feiner, gleichmäßiger Regen begleitete uns von Beginn an.
Der Weg führte dicht am Ufer entlang. Kaum andere Wanderer waren unterwegs; nur das Rascheln unserer Regenjacken begleitete uns.
Vom Weiher aus ging es weiter in Richtung Skulpturenpark an der Wied. Zwischen Bäumen und Wiesen tauchten plötzlich Kunstwerke auf – aus Metall, Stein oder Holz gefertigt.
Der matschige Boden machte das Gehen anstrengender. Mehr als einmal rutschten wir leicht aus und mussten lachen, obwohl uns der Regen inzwischen bis in die Schuhe gezogen war. Doch gerade diese Unbequemlichkeit machte die Wanderung intensiv.
Die Farben der Natur – das teilweise noch mit Schnee bedeckte Grün der Wiesen, das Braun des Bodens, das Grau des Himmels – wirkten im Nieselregen kräftiger und klarer.
Der letzte Abschnitt führte zur Burgruine Steinebach. Hier wird eine der lieblichsten Sagen des Westerwaldes erzählt vom Ritter von Steinebach, der an einem Kreuzzug ins Morgenland teilnahm. Gegen die Sarazenen kämpfend, erhält er die Nachricht vom Tode seiner Frau. Darauf gerät er in türkische Gefangenschaft, aus der er jedoch von einer Sultanstochter befreit wird.
Aus Dankbarkeit nimmt er sie mit auf seine Westerwälder Burg. Voll Freude über das Wiedersehen nimmt seine totgesagte Frau ihn und seine Retterin auf. Die drei Menschen lebten fortan glücklich miteinander und ohne eine Spur von Eifersucht.
Der Weg war inzwischen aufgeweicht, und jeder Schritt musste bedacht gesetzt werden. Der Wind wehte kühl, und der Regen wurde für einen Moment stärker, als wollte er uns daran erinnern, dass wir Gäste in dieser rauen, herbstlichen Szenerie waren.
Trotz rutschiger Passagen meisterten alle die Strecke mit Bravour. Am Ende waren zwar die Schuhe ordentlich verschlammt, – aber die Stimmung war umso heller.
Fazit: 13,5 km, nasse Füße, rote Wangen – eine rundum gelungene Tour, die wieder einmal gezeigt hat:
Das Wetter macht nur einen kleinen Teil aus, die Menschen machen den Unterschied
Jahreshauptversammlung
Am 7. Februar trafen sich siebenunddreißig Mitglieder des Vereins zur jährlichen Jahreshauptversammlung. Der Vorsitzende begrüßte die Versammlung, zu der form- und fristgerecht eingeladen wurde. Auch stellte er die Beschlussfähigkeit der Versammlung fest. Nach der Verlesung und Genehmigung der Tagesordnung, der Totenehrung und Begrüßung der neuen Mitglieder bedankte sich Phillip Schmidt herzlich bei Ingrid Wagner und Ulrich Schmack für ihre Unterstützung und überreichte beiden einen Blumenstrauß.
Auch freute er sich, in diesem Jahr gleich zwei Jubilare für 60 Jahre Vereinstreue zu ehren: Alfred Franz und Archibald Bönsch.
In seinem Jahresrückblick zeigte Uli Schmack Bilder der Aktivitäten mithilfe der Berichte aus unserer Homepage. Besonders hervorzuheben waren die neuen Hundewanderungen, an denen bis zu zwanzig Hunde dabei waren, die Kinderwanderungen und der Stammtisch, der bereits viermal stattfand. Es folgten die Berichte der Fachwarte, danach wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Vor den Neuwahlen wurden Phillip Schmidt, Birgit Regner und der – leider krankheitsbedingt fehlende – Uwe Regenhardt mit einem Geschenk verabschiedet.
Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Ulrich Schmack, Vorsitzender; Gabriele Jettkant, stellvertretende Vorsitzende; Ursula Krämer, Schriftführerin; Klaus Groß; Fachbereich Finanzen,
Im erweiterten Vorstand sind:
Fachbereich Kultur: Nicole Schmieder, Fachbereich Natur: Ralf Stockhammer, Fachbereich Presse +PR: Ingrid Wagner, Fachbereich Wandern: Gabriele Jettkant.
Ursula Schuster und Günter Thiede wurden zu Kassenprüfern gewählt.
von links: Ingrid Wagner, Uli Schmack, Gabi Jettkant, Klaus Groß, Nicole Schmieder und Ralf Stockhammer
Hans Jürgen Wagner beglückwünschte den neuen Vorstand und wünschte ihm und dem Verein viel Glück bei allen Aktivitäten und freut sich, dass mit den Neugewählten ein spürbar frischer Wind weht.
Unser neuer Vorsitzender bedankte sich herzlich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und stellte zusammen mit Gabi die Aktivitäten für 2026 vor. Hervorzuheben ist eine Tagesfahrt nach Limburg mit Schifffahrt und Stadtbesichtigung am 9. Mai und der nächste Stammtisch am 20.2. Zum Schluss bedankte er sich auch herzlich beim Ehepaar Krüger, die dem Verein einmal mehr den Versammlungsraum im Wildparkhotel zur Verfügung gestellt haben.
Winterwanderung „Rund um Altenkirchen“
Am Samstag 17.01.2026 waren wir 16,2 km und 320 hm unterwegs mit netten Leuten, tolle Wege, „kleine Enten im Wald“ geheimnisvolle Zeichen in Baumstämmen, entlang der Wied. Vorbei an der Michelbacher Mühle,
gegründet bereits 1847/48, ab 1898 im Besitz der Familie des Müllers Fritz Hassel. Gebäudebestand und die technische Ausstattung wurde im Laufe der Jahre ständig modernisiert. Bis heute beliefert die Michelbacher Mühle mit den verschiedensten Sorten von Mehl die heimischen Bäckereien. Dann ging es
vorbei am Hermann-Löns Denkmal
Dieses wurde von den Altenkirchener Jägern im Jahr 1937 errichtet. Der jetzige Denkmalstein wurde hierfür eigens im Wahlroder Wald ausgesucht. Noch im Jahre 1964 fand hier zum 50. Todestag von Hermann Löns eine Hubertus-Messe statt.
Dann ging es zum "Raue Stein"
eine imposante, etwa 30 Meter hohe Felsformation im Amterother Wald. Der Bergrücken, der wie ein moosbegrünter Altar aussieht, ist idealer Ruheplatz für Wanderer. Hier kann man, scheinbar eingetaucht in eine mystische Welt von Elfen und Feen, so richtig die Seele baumeln lassen. Im Tal unterhalb des Rauhen Steins, Roschseifen genannt, lässt darauf schließen, dass man den Talboden im Mittelalter mit Sieben ausgewaschen hat, um Eisenerz, Zink und Blei zu gewinnen. Um den Rauhen Stein ranken sich zahlreiche Legenden, so könnten dort im Mittelalter den Göttern Pferdeopfer dargebracht worden sein. Es könnte aber auch ein Ort der früheren Gerichtsbarkeit gewesen sein.
Der Bismarckturm: die Grundsteinlegung für den 14 m hohen Turm fand an Bismarcks 99. Geburtstag am 01.04.1914 statt, die Einweihungsfeier verschob sich, bedingt durch den 1. Weltkrieg, bis zum 21.05.1922.
Der Bismarckturm in Altenkirchen ist einer von nur noch 2 Türmen in Deutschland der noch jedes Jahr immer am 2. Samstag im Juni befeuert wird.
Danke an Christine, Gästeführerin aus Altenkirchen für die Einblicke, Ausblicke und interessante Erklärungen.
Letzte Station war das Ehrenmal auf dem Dorn,ein beeindruckendes Ehrendenkmal, das an die Gefallenen und Opfer des 1. und 2. Weltkrieges, sowie an die jüdischen Bürger Altenkirchens während des National-sozialismus erinnert und durch seine besondere Bauweise aus Bruchsteinsäulen und Gedenktafeln hervorsticht.
Danke an unsere DWV zertifizierte Wanderführerin Gaby und Ihrem Mann Thomas für die tolle Organisation.
Auftakt ins neue Wanderjahr!
So früh, wie noch nie startete der Westerwaldverein Bad Marienberg in die Wandersaison 2026. Kurzfristig wurde das tolle Wetter verbunden mit der wunderschönen Schneelandschaft genutzt.
Danke an unsere Wanderführerin Gaby Jettkant für die tolle Idee. 16 Wanderbegeisterte erkundeten die Marienberger Höhe auf der 6 km langen Strecke.
Vorbei ging es an den „Wolfsteinen“ und der „Waldkirche“. Auf dem Weg dorthin begeisterte Werner Schuster mit Geschichten von Landschaft, Natur und Heimat.
Der "Große Wolfstein" bei Bad Marienberg im Westerwald ist ein vor 25 Millionen Jahren durch Vulkanismus entstandener Basaltfelsen, der als Naturdenkmal geschützt ist und durch eine Sage vom Teufel geprägt wird, der eine Himmelsleiter baute.